Ausstellung „Sex und Evolution“ in Münster

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 besuchten am vergangenen Mittwoch, dem 19.03.14, im Rahmen ihres Biologieunterrichts, die Sonderausstellung „Sex und Evolution“ im Naturkundemuseum in Münster.

Schwerpunktthema der Ausstellung war, die besondere Bedeutsamkeit der Sexualität für den Prozess der Evolution der Lebewesen auf der Erde transparent zu machen. Anhand eindrucksvoller Exponate wie beispielsweise Rekonstruktionen, Fossilien und Modellen wurde den Besuchern der Ausstellung verdeutlicht, dass die Einzigartigkeit und Mannigfaltigkeit der Tiere (und des Menschen) nur durch die „Erfindung“ der Sexualität möglich werden konnte.

Die Ausstellung bot die Möglichkeit zu erkennen, dass Homo sapiens sapiens selbst aus diesem nie endenden Entwicklungsprozess hervorgegangen ist. Unser „Bruder“ Homo sapiens neanderthalensis, der uns zum Verwechseln ähnlich sieht, hat die Bühne des Lebens längst verlassen. Wodurch dies geschah, ob vielleicht Umweltkatastrophen die Ursache gewesen sein könnten, ist bislang ungewiss.

Ein Mensch neben einem Modell eines BlauwalherzensEin weiterer Schwerpunkt der Ausstellung war die Biologie und Evolution der Wale, die von landlebenden Säugetieren abstammen und den evolutiven Weg zurück ins Meer genommen haben. Imposante Skelette der riesigen Meeressäuger und originalgetreue Nachbildungen der Tiere und auch ihrer Organe (s. Foto: Herz des Blauwals), Originalaufnahmen ihrer Gesänge und ihre komplizierte Kommunikation werfen viele Fragen auf und geben ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass wir  tatsächlich wieder einmal dem „Wunder des Lebens“ gegenüber stehen.

Eine wichtige Ausstellung, eindrucksvoll, lehrreich und auch amüsant. Sehr empfehlenswert!

Martina Keßler